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Nein zur Werksschließung von MAHLE Behr

Nein zur Werksschließung von MAHLE Behr Korea in Busan!
Existenzrechte für alle  Arbeitsnehmer*innen, auch die koreanischen!

In den letzten Jahrzehnten ist Korea zu einem Anziehungspunkt für ausländische Investoren geworden. Es können und konnten ordentlich Profite gemacht werden. Auch in Korea haben Firmen wie Mahle Unterstützung durch den Staat erhalten.

Die Busaner Produktionsstätte ist spezialisiert auf die Herstellung von Autoteilen und beschäftigt 160 Mitarbeiter, mehrheitlich Frauen. Zu den Hauptabnehmern gehören Hyundai-Kia Motors,

Am 7. Dezember 2023 wurde die Gewerkschaft “Korean Metal Workers Union” über die Entscheidung des Vorstands von MAHLE Behr informiert, dass das koreanische Werk des Unternehmens bis September 2025 geschlossen werden soll. Diese einseitig von MAHLE Behr Deutschland getroffene Entscheidung, das koreanische Werk zu schließen, beraubt 160 koreanische Arbeitnehmer*innen und ihre Familien ihre Existenzgrundlage. Im Vorfeld gab es keine Kommunikation und Konsultation mit den koreanischen Beschäftigten, auch nicht von der koreanischen Unternehmensleitung. Es handelt sich um eine einseitige und gewaltsame Entscheidung von MAHLE Behr Deutschland gegen die Interessen der Arbeiter*innen.

MAHLE Behr Deutschland  hat es versäumt, einen nachhaltigen mittel- und langfristigen Entwicklungsplan für das koreanische Werk vorzuschlagen und aktiv in das Werk zu investieren. Bereits früher gab es verschiednene Maßnahmen zu Einsparungen und Belegschaftsabbau.

Welche Unternehmensstrategischen Pläne dahinterstecken, hält Mahle Behr bewußt intransparent. Vermeintlich gegenläufig hatte der Vizepräsident der Asien-Pazifik-Region Bentele eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen und eine Verpflichtungserklärung zur Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung des Koreawerkes abgegeben. Das kommt den Kolleg*innen nun wie ein großes Täuschungsmanöver vor. Die Entscheidungen der Unternehmenszentrale setzen sich über alle Vereinbarungen und Versprechungen selbstherrlich hinweg. 2023 fand plötzlich der Verkauf des Thermostatgeschäfts statt. Dann erfolgte letzten Dezember die Ankündigung der Schliessung mit den Massenentlassungen.

Die Belegschaft in Busan und ihre Gewerkschaft sind nicht bereit, dieses Vorgehen hinzunehmen. Sie haben protestiert, demonstriert und Verhandlungen mit der Firmenleitung durchgesetzt.

Wir wenden uns an die Kolleginnen und Kollegen in Deutschland: Nur wenn wir gemeinsam jeden Standort verteidigen, bleiben wir stark! Wenn wir uns gegenseitig ausspielen lassen, hat die Unternehmenszentrale leichtes Spiel. Das Unternehmen agiert international, das müssen wir auch.

Wir fordern:

  • Nein zur Schliessung des Werkes Busan!
  • Verbot der Verlagerung von Produkten und Produktionsmitteln ohne Zustimmung der Gewerkschaft
  • Solidarität! Nur wenn wir gemeinsam jeden Standort verteidigen, sind wir stark!

Demo am Freitag, 5.4.2024 um 11:30 Uhr, vor der MAHLE Hauptverwaltung Pragstraße 46, 70376 Stuttgart

Veranstalter: Arbeitsgruppe Solidarität mit MAHLE-Busan / Solidarity of Korean People in Europe / Korea-Verband