Madang
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2. Korea Madang: Ein Pfeiler der Entspannung?

26.7.2007 | Die innerkoreanische Wirtschaftskooperation und der „Gaesong Industrial Complex“

Referent: Eric J. Ballbach, M.A.

Während der Fokus der internationalen Öffentlichkeit auf den sicherheitspolitischen Entwicklungen der zweiten Nuklearkrise auf der koreanischen Halbinsel liegt, haben sich im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea weitreichende Entwicklungen zugetragen:

So überschritt der Umfang der innerkoreanischen Wirtschaftskooperation 2005 erstmals die Milliarden-(Dollar-)Grenze und Südkorea entwickelte sich zum zweitwichtigsten Handelspartner für den Norden (nach China). Seit dem Gipfeltreffen im Jahr 2000 fanden über 100 Treffen zwischen nord- und südkoreanischen Regierungsvertretern statt und 2005 besuchte der einmillionste südkoreanische Besucher das Kumgang-Ressort an der Ostküste Nordkoreas. Darüber hinaus fand 2007 die erste Testfahrt auf den wiederverbundenen Bahnlinien seit der Teilung des Landes statt. In dem von beiden Ländern gemeinsam betriebenen Industriepark im nordkoreanischen Gaesong, das vielversprechenste aller bisherigen Kooperationsprojekte, sind heute über 13.000 Nordkoreaner beschäftigt und 23 südkoreanische Unternehmen produzieren dort mit zunehmendem Erfolg.

Doch trotz dieser positiven Entwicklungen wird eine weitere Institutionalisierung der innerkoreanischen Wirtschaftskooperation immer wieder durch die politischen Rahmen-bedingungen auf der koreanischen Halbinsel erschwert und es existieren nach wie vor zahlreiche strukturelle Probleme – sowohl in politischer, als auch in ökonmischer Hinsicht.

Vor diesem Hintergrund stellen sich eine Reihe wichtiger Fragen, denen im Vortrag nachgegangen wird: Welchen tatsächliche politische und ökonomische Bedeutung kann der innerkoreanischen Wirtschaftskooperation beigemessen werden? Welchen Beitrag vermag diese zum politischen Versöhnungsprozess auf der koreanischen Halbinsel zu leisten? Wie ist der qantitative Anstieg vor dem Hintergrund der schwierigen politischen Rahmenbedingungen auf der koreanischen Halbinsel zu bewerten und ist mit dem quantitativen auch ein qualitativer Anstieg einhergegangen?

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