Als das 127-minütige historische Drama “Die Heimkehr” (Originaltitel: Gwihyang) unter der Regie von Cho Jung-rae 2016 - vor genau 10 Jahren - in Südkorea erschien, feierte es einen großen Erfolg und erreichte bereits nach fünf Tagen eine Million verkaufte Tickets. Der Film thematisiert das Schicksal der sogenannten “Trostfrauen” - Frauen und Mädchen, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges vom japanischen Militär verschleppt und sexuell versklavt wurden. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der beiden Mädchen Jung-Min (14) und Young-hee (15), die in eine “Troststation” in China verschleppt wurden. Erst im März dieses Jahres verstarb Kang Il-chul, eine Überlebende des Trostfrauen-Systems, im Alter von 98 Jahren. Die Idee für den Film entstand maßgeblich durch ihr Gemälde “Burning Virgins”, das sie während einer Kunsttherapie malte. Um ihre Geschichte und die vieler weiterer betroffener Frauen nicht zu vergessen und sie ins kollektive Gedächtnis zu rufen, soll der Film jetzt auch in verschiedenen deutschen Städten gezeigt werden - und zwar in einer um 6 Minuten verlängerten Fassung, die bisher herausgeschnittenes Material enthält. Neben Berlin erscheint dieser also auch in Kassel, …
